Archiv für Oktober, 2005

Beim Lesen gefunden

30. Oktober 2005

Ich lese mich gerade durch Daniel G. Amen’s Healing Add: The Breakthrough Program That Allows You to Heal the 6 Types of Add. Leider weitestgehend Geld- und Lebenszeitverschwendung. Der Mann breitet sich in 2/3 des Buches über die von ihm entwickelten SPECT-Gehirnscans und seine Kategorisierung Schubladisierung von ADDlern in 6 Typen je nach dem ‘beobachteten’ Gehirn-’Schaden’ aus. Die Selbstbeurteilungsbögen sind lächerlich und die Thesen von Amen, der als Vater von 3 ADD-Kids hoffentlich weiß wovon er redet, leider ohne seinen Patent-Gehirn-Scan nicht zu testen. Anders gesagt, soweit ich das sehen kann nicht falsifizierbar.

Darum geht’s mir heute aber auch nicht. Interessanterweise behauptet Amen, dass bestimmte ADD-Typen von regelmäßigen Ibuprofen-Gaben profitieren können, weil diese entzündliche Prozesse (im Hirn) eindämmen und die Durchblutung des Gehirns verbessern (und Alzheimer vorbeugen). Da Ibuprofen eins der wenigen Schmerzmittel ist, die bei mir _überhaupt_ wirken und das recht gut, finde ich den Punkt zumindest interessant.

Des weiteren rät er vom Koffeinkonsum ab, weil Koffein zwar beim Fokussieren helfe, aber die Gehirndurchblutung mittelfristig verschlechtere. Der Sache muss ich mal nachgehen.

Weiterhin empfiehlt er – neben diversen anderen Dingen von denen ich z.T. noch nie gehört habe – Gingko biloba zur Gehirnfunktionsverbesserung, und weist bei ‘limbischen’ ADD (stark depressiv geprägt) darauf hin, dass DS-Phenylalanin stimmungsaufhellend und die Gehirnfunktionen verbessernd wirke.

Ich weiss nicht mehr wo, aber ich habe mal gelesen, dass einer der quasi suchterzeugenden Wirkmechanismen von Coke light auf der Kombination aus dem milden Antidepressivum Nutrasweet (Phenylalaninquelle) und Koffein bestehe… würde neben dem Faktor Diätprodukt erklären warum Frauen so stark auf Coke light fliegen.

Loslassen

18. Oktober 2005

Je mehr ich mich (wieder) mit alternativen Heilmethoden befasse, um so deutlicher wird für mich dass in unserem System der Wurm drin ist. Und das beginnt, so bitter das auch ist, beim einzelnen. Wir benehmen uns wie Kinder, die gläubig ihre Götter in Weiß anbeten und sich sagen lassen welche Ablaßhandel sie einzugehen haben, um gesund zu werden. Das schließt mich mit ein. Neulich sagte eine Freundin zu mir, es sei kein Wunder dass ich mich seit Jahren mit einer nicht ausheilenden Entzündung plage, so verkrampft wie ich sei. Und sie hat recht.

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