Ich lese mich gerade durch Daniel G. Amen’s Healing Add: The Breakthrough Program That Allows You to Heal the 6 Types of Add. Leider weitestgehend Geld- und Lebenszeitverschwendung. Der Mann breitet sich in 2/3 des Buches über die von ihm entwickelten SPECT-Gehirnscans und seine
Kategorisierung Schubladisierung von ADDlern in 6 Typen je nach dem ‘beobachteten’ Gehirn-’Schaden’ aus. Die Selbstbeurteilungsbögen sind lächerlich und die Thesen von Amen, der als Vater von 3 ADD-Kids hoffentlich weiß wovon er redet, leider ohne seinen Patent-Gehirn-Scan nicht zu testen. Anders gesagt, soweit ich das sehen kann nicht falsifizierbar.
Darum geht’s mir heute aber auch nicht. Interessanterweise behauptet Amen, dass bestimmte ADD-Typen von regelmäßigen Ibuprofen-Gaben profitieren können, weil diese entzündliche Prozesse (im Hirn) eindämmen und die Durchblutung des Gehirns verbessern (und Alzheimer vorbeugen). Da Ibuprofen eins der wenigen Schmerzmittel ist, die bei mir _überhaupt_ wirken und das recht gut, finde ich den Punkt zumindest interessant.
Des weiteren rät er vom Koffeinkonsum ab, weil Koffein zwar beim Fokussieren helfe, aber die Gehirndurchblutung mittelfristig verschlechtere. Der Sache muss ich mal nachgehen.
Weiterhin empfiehlt er – neben diversen anderen Dingen von denen ich z.T. noch nie gehört habe – Gingko biloba zur Gehirnfunktionsverbesserung, und weist bei ‘limbischen’ ADD (stark depressiv geprägt) darauf hin, dass DS-Phenylalanin stimmungsaufhellend und die Gehirnfunktionen verbessernd wirke.
Ich weiss nicht mehr wo, aber ich habe mal gelesen, dass einer der quasi suchterzeugenden Wirkmechanismen von Coke light auf der Kombination aus dem milden Antidepressivum Nutrasweet (Phenylalaninquelle) und Koffein bestehe… würde neben dem Faktor Diätprodukt erklären warum Frauen so stark auf Coke light fliegen.



