Archiv für Juni, 2004

stillness of heart

30. Juni 2004

all I want is stillness of heart

um mich ist es grau alles schmerzt. es geht nicht mehr weiter. was ich auch tu es führt zu nichts hat alles keinen sinn ich werde aus dieser schleife nie rauskommen.

kein sinn
kein wozu
kein warum

ich sehe keinen ausweg aus dieser situation. muss mich bis zum ende meines lebens damit rumschleppen und wünsch mir das ende herbei. geht nicht mehr kann nicht mehr. meine ärztin hält mich doch für bescheuert, für n drückeberger, versager, unfähig. warum kriege ich mein leben nicht in den griff? warum kann ich nicht eine arbeit finden die mir spass macht und in der man mich wertschätzt?

auf meiner stirn steht ‘mobbt mich’. ich will raus. einfach weg. ganz weit weg. für immer. ende.

Tief unten

28. Juni 2004

ich möchte mir wehtun

ich denke ernsthaft darüber nach eine überdosis ssri zu nehmen

Wikipedia zu SSRI…

„Auf Grund der primär antriebssteigernden, und erst sekundär stimmungsaufhellenden Wirkung der SSRIs besteht die Gefahr, dass suizidgefährdete Patienten von einem lethargischen Zustand plötzlich die Energie für einen Selbstmordversuch entwickeln. Daher sollten suizidgefährdete Patienten, die mit SSRI behandelt werden für den Beginn der Therapie stationär behandelt werden“

ich bin stinksauer. nicht mal meine hinweise auf meine selbstmordgedanken hat dieser idiot von einem ’spezialisten’ ernst genommen

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SSRI oder nie

24. Juni 2004

Ich nehme seit 9 Tagen Citalopram, mittlerweile immer noch 5 mg, und so wie es mir derzeit damit geht wird die Dosis wohl auch nicht steigen. Wirken soll es nach ca. 2 Wochen, in einigen Foren stand man solle einem Antidepressivum 6-7 Wochen geben. Ich weiss aber gar nicht ob die Dosis wirksam ist und/oder ich eine wirksame Dosis vertrage.

Nach dem Gespräch mit einem Freund ist mir klar geworden, dass das eh nur was bringt wenn ich voll dahinter stehe. Aber ich stehe jeden Tag wieder vor dem Dilemma, dass ich eigentlich keine Hammermedis nehmen will und schon gar keine nach denen es mir dermassen mies geht. Immer noch heftige Übelkeit, Probleme mit dem Scharfsehen, Schwindel, heftigste Müdigkeitsattacken, so kann ich nicht arbeiten und klar denken. Halt durch, sag ich mir, gib der Sache eine Chance. Mach ich mir vielleicht was vor?

Im Grunde ist es beschlossene Sache dass ich in einigen Wochen das Zeug ausschleiche, schon weil ich zu meinem ADS-Screening keine Psychopharmaka im Körper haben soll, und danach auf Johanniskraut & Co. umsteige. Aber das alles wird nix bringen wenn ich nicht meine grundlegenden Probleme löse *seufz* nur wie?

Immer noch ratlos. Da _ist_ kein Licht am Ende des Tunnels.

Die unerträgliche Blödheit des Fernsehprogramms

21. Juni 2004

Das TV-Programm sieht aus wie eine einzige Werbung für Premiere. Was da an unsäglichem Dummfug, dämlichen Talk-Shows und schnarchnaselnden Wiederholungen geboten wird, ist mittlerweile nur noch als Volksverblödung anzusehen. Da stehen solche All Time Highlights wie etwa ‘Wargames’ (von 1982) zur Auswahl oder doch lieber die Ekel-Action-Super-Sonja-Show Fear Factor? *würg*. Die 50-er, 60-er,70-er… Ossi/ DDR-Nostalgie- Musikantenstadel- Rock-Show-Bande kupfert fröhlich voneinander ab, nichts ist so abgedroschen dass man es nicht noch 4mal in neuem Kleid wiederaufgie0ßen könnte, und falls gar nichts mehr geht gibts entweder Fussball-Berichterstattung oder Günter Jauch allenorten… wenn nicht die Dritten und 3Sat und arte wenigstens noch mit ein paar guten Dokus herhielten (und Vox mir mit der montäglichen Dosis Third Watch den Wochenstart retten würde) müsste man glatt Premiere abonnieren. (Die haben doch nicht etwa auch überall Jauch?)

Oder mehr lesen.

Wochenendrückblick

21. Juni 2004

Natürlich hab ich es nicht geschafft konsistent weiterzubloggen. Wenn das schon mit einem Blog nicht klappt *seufz*.

Freitag hatte ich zwei schöne Erlebnisse, mit denen ich kaum gerechnet habe, aber der Reihe (oder der Wichtigkeit?) nach…

Freitag und Samstag habe ich je 2,5 mg C. genommen, am Sonntag habe ich mich an 5 getraut.

Freitag morgen beim Gynäkologen ging alles ratzfatz, obwohl ich nur dazwischengeschoben war, und hier kam die erste Überraschung: da war jemand wirklich an mir und meinem Wohlergehen interessiert. Bin lang nicht mehr so fürsorglich behandelt worden, on top gab mir der Doc noch seine Handynummer fürs Wochenende, nur für den Fall der Fälle. Nicht dass ich sowas je nutzen würde, aber lieb war’s ja doch.

Dann kam meine Hausärztin… Blutwerte, Eisen. Schilddrüse soweit ok, nur die ‘Leberwerte lassen drauf schliessen dass Sie eine Tendenz zu Gallensteinen haben’ und ‘das Cholesterin ist etwas hoch’. Doh. Da Gallensteine und Cholesterin wohl eng zusammenhängen, kein so großes Wunder. Ein zusätzlicher Anreiz jedenfalls für mich, in meinem Körper Großreinemachen zu machen und abzunehmen – aber dazu später oder in anderem Beitrag mehr.

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Verwirrt, Tag 2

16. Juni 2004

Heute morgen die zweiten 5, ok eher 5,5 mg genommen. Um 11 denk ich noch so, hey cool heute geht’s mir viel besser als gestern. Klar, ich hatte gestern abend 2 Stunden Tinnitus, mir war kotzübel, seither bin ich photophob und normale Alltagsgeräusche tun körperlich weh, aber was nimmt man nicht alles in Kauf.

Dann, 11:30 Uhr…

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Tabletten sägen

15. Juni 2004

Nach der Empfehlung einer Freundin habe ich beschlossen, das Citalopram einzuschleichen. 2 Tage die Vierteldosis, 4 Tage die halbe Dosis, dann die ganze Dosis. Macht für heute 5 mg. Schlauerdings haben die Tabletten 40 mg. Halbieren geht ja noch… volle Dosis. Aber dann *säbel*.

Warum bringt die Pharmaindustrie das Zeug nicht in handhabbaren, dosierbaren Einheiten raus? 1 mg? 1/8 Tablette.. so richtig genau passt das nicht. Ich nehme das kleinere Achtel für heute…

8 Stunden später.

Mir ist schwindlig und speiübel. Die Vorstellung von Essen oder einem leckeren Latte macchiato versetzt die Welt in Schwingungen. Mein Kopf fühlt sich wie auf einem kleinen Boot durchgeschaukelt und durch eine fremde starke Brille geschaut habend. *Bwargs*. Kopfschmerzen sind auch da aber nicht zu beurteilen, da ich wegen der dreimal verfluchten wiederaufflackernden Unterleibsentzündung heute mittag noch 400 mg Dolormin genommen habe. Life suxx.

Nur ein toter Patient ist ein guter Patient

14. Juni 2004

Freitag hab ich es also geschafft. The dreaded one. Der Besuch beim Neurologen/Psychiater. Verdammich. Sind Ärzte nicht dazu da einem zu helfen?

„Ihre trübe Stimmung überschattet vermutlich alles.“ „Sie wirken gar nicht wie ein ADS-Patient auf mich.“ Kennen wir nur Hypies? Der Schreibtisch von Herrn Doktor und sein gesamtes Büro sehen ja aus als wüsste er von was er redet. Dummerweise habe ich das Gefühl als Patient ein Störfaktor zu sein. Besonders als Patient der Depressionen hat, darum weiss, und sich ziemlich sicher ist ADS zu haben. Schlauer als Herr Doktor, das geht schon mal gar nicht. Aus den alles überschattenden Depris zu schliessen, dass da vielleicht was passieren müsste, auf diesen Trichter muss ich ihn auch selbst bringen. Und dann kommts. Drückt mir die Schachtel Citalopram in die Hand. Davon soll ich 1/2 am Tag nehmen, entspricht 20 mg. „Das wirkt aber frühestens in zwei Wochen.“ Und zum ADS-Screening soll ich sie zwei Tage vorher absetzen. Ach ja und einen Termin für in 8 Wochen zum Screening machen.

Hallo?
Hallo, Patient an Realität?

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